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Gastbeitrag: Vegane Ernährung mehr als nur ein Lifestyle-Trend

Als ich ein Kind war hörte ich immer wieder die Eltern in meinem Bekanntenkreis sagen, wie sie sich über Veganer unterhielten und sie al Spinner oder als Hippies betitelten. In meiner Kindheit kam mir es so vor als seien sie in der Minderheit.

Heute aber ist das vegane Essen in aller Munde. Influencer posten ihr veganen Lunch bei Instagram oder veröffentlich im Blog das vegane Rezept zum Abendessen. Auch in Restaurant oder Cafés macht die vegane Speisekarte keinen Halt. Aber sind wirklich mittlerweile so viele Veganer aus Überzeugung vegan, oder weil es mittlerweile zu Lifestyle gehört?

Vegane Einstellung oder Lifestyle-Trend

Im Grunde ist der Veganismus eigentlich eine Einstellung. Grob gesagt kann man eigentlich die Veganer in zwei Gruppen gliedern. So verzichtet die eine Gruppe nur auf Nahrungsmittel tierischen Ursprungs, wie:

  • Fleisch
  • Fisch
  • Milchprodukte
  • Eier
  • Honig
  • ect.

Und die andere Gruppe verzichtet darüber hinaus auf die gesamte Nutzung von tierischen Produkten. Dazu gehören z.B.:

  • Leder
  • Schurwolle
  • Nagellack mit Guanin
  • ect.

Laut der Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse lag im Jahr 2020 Anteil der sich selbst als Veganer einordnen bei 1,13 Millionen. Das sind rund 180.000 Personen mehr als noch vor einem Jahr. Anhand der Studie kann man auch den deutlichen „Trend“ der Veganer in Deutschland erkennen. Es springen immer mehr Menschen auf diesen Trend auf. Stellen Ihre Ernährung um und als Veganer zu leben. Doch was ist genau die Bewegung sich Tier frei zu ernähren?

Hier gibt es verschiedene Gründe, wie:

  • Tierethik und des Umweltschutzes
  • Gesundheitsbewusstsein

Unteranderem werden die Lebensmittel- und vor allem Fleischskandale aus der Vergangenheit für diesen Trend verantwortlich gemacht. Auch die das gesteigerte Umweltbewusstsein trägt zu der Ursache für vegane Ernährung bei. So wird auf tierische Lebensmittel gänzlich verzichtet und stattdessen mehr Gemüse, Obst, gute Fette und Kohlenhydrate zu sich genommen. Das hat auch zum Vorteil, dass Risiko für Herzerkrankungen und das für Krebs gesunken wird.

Studien habe auch gezeigt, dass Nährstoffe, wie Magnesium, Ballaststoffe, etc. in deutlich angemessenerer Höhe mit der Nahrung bei Veganern aufgenommen werden als bei einer konventionellen Ernährung.

Somit ist egal ob es nur ein Trend oder aus Überzeugung ist. Wir tun schließlich der Umwelt und uns etwas Gutes, wenn wir auf die vegane Ernährung setzen. Lediglich das Vitamin B12 kommt bei dieser Ernährungsweise etwas zu kurz.

Vitamin B12 Mangel bei veganer Ernährung

Das Vitamin B12 wird ausschließlich von Mikroorganismen hergestellt. Also kurz gesagt nur Lebensmittel tierischer Herkunft enthalten (in nennenswerten Mengen) das Vitamin B12. Somit müssen Menschen, die sich vegan oder vegetarisch ernähren, Vitamin B12 über Nahrungsergänzungsmittel aufnehmen.

Das Vitamin B12 trägt eine wichtige Rolle im Nervensystem. Unteranderem trägt es zu Regeneration und Neubildung der Nervenfaserhüllen bei. Daher sind bei einem Vitamin B12 Mangel oft ein Kribbeln bzw. Gefühllosigkeit an Händen und Füßen wahrzunehmen. Aber neben dem starken Nerven ist Vitamin B12 auch für die Blutbildung und Zellteilung wichtig. So können Symptome, wie: Schlappheit

  • Anämie
  • Erschöpfung
  • und eine erhöhte Infektanfälligkeit

ein Anzeichen für eine unzureichende Versorgung des Vitamins B12 hinweisen.

Es gibt zahlreiche Präparate, um den Mangel vorzubeugen. Am besten besprichst du deine Ernährung mit deinem Arzt und lässt dich beraten. Ggf. macht dein Arzt auch in regelmäßigen abständen ein Blutbild, um deinen Vitamin B12 Gehalt zu prüfen.

Fazit zur veganen Ernährung

Grundsätzlich ist es egal, ob du Veganer aus Überzeugung bist oder deiner Gesundheit etwas Gutes tun möchtest. Im Endeffekt ist der Veganismus eine Win-win-Situation für Umwelt und dich. Du solltest lediglich bei einer veganen oder auch vegetarischen Ernährung Vitamin B12 als Präparat zu dir nehmen, um einen Mangel vorzubeugen.

Über Tatjana
Mein Name ist Tatjana und seit Dezember 2015 betreibe ich meinen Blog meinTriathlon.de. Ich habe schon immer Sport betrieben. Als Kind bin ich Kunstrad gefahren und heute gehe ich gerne laufen, schwimmen und Rad fahren. Da lag es nahe einem Blog über den Triathlon bzw. die drei Ausdauersportarten zu schreiben. Seitdem ich 2018 Mutter einer bezaubernden Tochter bin, beschäftigen mich auch über den Sport hinaus noch andere Themen, die in meinem Blog tanjas-ratgeber.de einen Platz finden.

Beitragsbild: Bereitgestellt von Tatjana

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