Die Hängenden Gärten von Babylon Buchvorstellung
Foto: Klaus Wagenbach Verlag. - Das Buch von Stefan Schweizer schlägt den kunsthistorischen Bogen von der Antike bis zur Architektur der Jetztzeit.
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Die Hängenden Gärten von Babylon – Vom Weltwunder zur grünen Architektur

„Schätzchen, ich habe so Heimweh, schenkst Du mir einen hügeligen Garten mit Wald?“, könnte die schmachtende Semiramis ihrem Mann und König Nebukadnezar II. eines schönen Tages vor ungefähr 2600 Jahren ins Ohr geflüstert haben …

und ihr Wunsch wurde ihm Befehl. Was dann genau geschah, entzieht sich unserer Kenntnis und wir hören mit den Gerüchten auch schon auf, konzentrieren uns auf die Legende und wenden uns dem kunsthistorischen Ernst zu. Danach soll es im antiken Babylon unter der Regentschaft von Nebukadnezar II. und seiner Königin Semiramis die fantastischen Hängenden Gärten gegeben haben. Wie sie wirklich aussahen, wo sie verortet waren, wie gestaltet, wie ingeniös sie im Land zwischen Euphrat und Tigris bewässert wurden, welche Pflanzen dort wuchsen, all dies bietet ein weites Feld der Spekulation. Unstrittig ist, dass es sich bei dem sagenumwobenen Gartenkunstwerk um eines der sieben antiken Weltwunder handelte, von dem heute nichts mehr übrig ist, außer den verschiedensten Vorstellungen und Mythen. Stoff für ein Buch!

Als wissenschaftlicher Vorstand der Stiftung Schloss und Park Benrath und Leiter des dortigen Museums für Gartenkunst ist der Autor Prof. Dr. Stefan Schweizer ein Experte der Gartenkunstgeschichte. In minutiöser Recherchearbeit begibt er sich auf die Spur des Weltwunders und seiner Schöpferin durch die Jahrtausende. Entstanden ist eine reichhaltige Bildgeschichte bis ins 19. Jahrhundert. Schweizer verfolgt die Rezeption des fantastischen Gartenkunstwerks vom Altertum bis hin zum preußischen Baumeister Karl Friedrich Schinkel, beleuchtet die Rekonstruktionsfantasien eines Robert Koldeweys, und deren Einfluss auf italienische Gartenanlagen in Pienza und Urbino bis zur Kleinen Eremitage in Sankt Petersburg oder den Dachgärten eines Le Corbusier. Nicht genug damit.

Das Buch schlägt den kunsthistorischen Bogen bis in die architektonische Jetztzeit. Das letzte Kapitel des Buches stammt von Frank Maier-Solgk, der die Hängenden Gärten in die zeitgenössische Architekturlandschaft einordnet. Im Zeichen von Nachhaltigkeit und Klimaschutz verbindet sich die Hortikultur mit der Architektur zur Hortitecture und bringt eine lebendige Natur in die Mitte der Stadt und direkt an die Gebäude. Architektur und Grün wachsen zusammen, heute mehr denn je, einfacher geschieht dies in tropischen Ländern, aber auch in Europa gibt es immer mehr Beispiele für gelungene Dach- und Fassadenbegrünungen, die Hängenden Gärten des 21. Jahrhunderts.

Das Buch begleitet eine Ausstellung im Museum für Gartenkunst in Schloss Benrath, Düsseldorf, die 2020 stattfand.

Stefan Schweizer
Die Hängenden Gärten von Babylon
Klaus Wagenbach Verlag, 2020
240 Seiten, 16,4 x 24,1 cm, zahlreiche Abbildungen, Taschenbuch
ISBN 978-3803136947
Preis: € 28,00

 

Die Hängenden Gärten von Babylon - Vom Weltwunder zur grünen Architektur - Lebe Lieber Fesch

„Schätzchen, ich habe so Heimweh, schenkst Du mir einen hügeligen Garten mit Wald?", könnte die schmachtende Semiramis ihrem Mann und König Nebukadnezar II. eines schönen Tages vor ungefähr 2600 Jahren ins Ohr geflüstert haben ...

URL: https://www.wagenbach.de/buecher/titel/1236-die-haengenden-gaerten-von-babylon.html

Autor: Stefan Schweizer

 

Quelle: GPP

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