Buchvorstellung das Varieté der Pflanzen
Foto: Matthes und Seitz. - "Das Varieté der Pflanzen" ist eine Begegnung mit einer anderen, wilderen Lebensform auf Augenhöhe, die es bereits vor uns Menschen gab und die uns wahrscheinlich auch überdauern wird.
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Das Varieté der Pflanzen – Botanik und Fantasie

Ende der 1860er Jahre änderte sich der menschliche Blick auf die Botanik. Grund dafür waren die Studien von Charles Darwin zur Evolution sowie Gregor Mendels Regeln der genetischen Vererbung. Zuvor rankten sich noch viele skurrile Mythen, spannende Überlieferungen und wilde Spekulationen um die Flora.

Alchemisten hofften beispielsweise, in der Pflanzenwelt die Panazee zu finden, das botanische Gegenstück zum Stein der Weisen …

Der englische Autor Richard Mabey bedauert es, dass wir uns heute in erster Linie an der äußeren Erscheinung der Gewächse erfreuen und dass Hobbybotaniker sich vor allem mit der Verbreitung wilder Arten beschäftigen: „Das einundzwanzigste Jahrhundert hat die Pflanzen weitgehend zu Objekten mit Nützlichkeits- oder Schauwert degradiert. Sie wecken nicht die gleiche Neugier wie beispielsweise Delfine oder Raubvögel oder Tiger – jene charismatischen Stars der Fernsehshows und Umweltschutzkampagnen. Gemeinhin fragen wir uns nicht, wie sie sich verhalten, wie sie mit den Herausforderungen des Lebens klarkommen, wie sie miteinander und – bildlich gesprochen – mit uns kommunizieren. Sie werden sozusagen als Mobiliar des Planeten betrachtet, als etwas Notwendiges, Nützliches und Attraktives, das aber ‚einfach bloß da‘ ist, das passiv vor sich hinvegetiert. Jedenfalls werden sie mit Sicherheit nicht als ‚Wesen‘ wahrgenommen, nicht in dem Sinne, wie es bei Tieren der Fall ist.“

Gegen eine derartige Sichtweise wendet sich Mabey mit seinem Buch „Das Varieté der Pflanzen“. Er nimmt den Leser mit auf ausgedehnte Streifzüge durch vertraute und exotische Flora und erzählt währenddessen die Natur- und Kulturgeschichte der Pflanzen, die vor der eigenen Haustür beginnt und um die ganze Welt führt.

Dabei ist es ihm einerseits wichtig, aufzuzeigen, welches Verhältnis unsere Vorfahren zu bestimmten Gewächsen hatten, andererseits aber auch unsere eigene Fantasie und Vorstellungskraft anzuregen. Das Buch ist eine Begegnung mit einer anderen, wilderen Lebensform auf Augenhöhe, die es bereits vor uns Menschen gab und die uns wahrscheinlich auch überdauern wird.

Richard Mabey
Das Varieté der Pflanzen
Verlag Matthes & Seitz Berlin, 2019
342 Seiten, 18 x 23,6 cm, zahlreiche Abbildungen, gebunden
ISBN 978-3-95757-695-8
Preis: € 38,00

Das Varieté der Pflanzen - Botanik und Fantasie - Lebe Lieber Fesch

Ende der 1860er Jahre änderte sich der menschliche Blick auf die Botanik. Grund dafür waren die Studien von Charles Darwin zur Evolution sowie Gregor Mendels Regeln der genetischen Vererbung. Zuvor rankten sich noch viele skurrile Mythen, spannende Überlieferungen und wilde Spekulationen um die Flora.

URL: https://www.matthes-seitz-berlin.de/buch/das-variete-der-pflanzen.html

Autor: Richard Mabey, Judith Schalansky (Hg.)

 

Quelle: GPP

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