Einblatt: Zimmerpflanze des Monats Mai 2020 Bild Pflanzenfreude.de
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Einblatt: Zimmerpflanze des Monats Mai 2020

Das Einblatt ist auch bekannt unter dem Namen Spathiphyllum, Scheidenblatt und Friedenslilie. Das Besondere an ihr ist natürlich die elegante cremeweiße Blüte, mit der sie uns durchaus auch 2 Mal im Jahr beglücken kann.

Bei dieser Zimmerpflanze wird der Name Spathiphyllum aus dem Griechischen gewonnen mit „Spatel“‘ und „Blatt“, dabei geht es natürlich um die Form der besonderen Blüte. Neben der Optik bietet die Friedenslilie auch etwas für die Luftqualität. Bereits die NASA hat in ihrer Clean Air Studie die Pflanze für die Luftreinigung untersucht, wobei sich die Zimmerpflanze als „überdurchschnittlich luftreinigend“ herausstellte.

 

~Auf dem Blog sind schon einige Artikel für luftreinigende Pflanzen entstanden – unter diesem Link findest Du sie alle, ohne lange zu suchen.~

 

Seinen Ursprung hat das Scheidenblatt aus Kolumbien und Venezuela, wo es in den tropischen Regenwäldern vorkommt. Daher ist es auch nur selbsterklärend, dass sie eine feuchte, warme aber auch dunkle Umgebung bevorzugt. Nach Europa gelang die Zimmerpflanze 1870, wobei erst in der neueren Zeit mit vielen verschiedenen Kultursorten der ursprünglichen Art S. walisii die Pflanzenliebhaber beglückt werden.

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Wer sich ein Einblatt kaufen möchte, sollte auf die Größe sowie die Wuchsform achten, auch ob schon Knospen vorhanden sind sowie die Blütenstiele. Wie viele Zimmerpflanzen ist auch die Spathiphyllum für Schädlinge anfällig, was bei einer guten Pflege aber selten vorkommt.

Mittlerweile gibt es über 50 Kultursorten der Friedenslilie, wobei sich die Unterschiede vorwiegend bei Größe der Pflanze sowie die Blätter als auch des Blütenstandes finden. Es gibt seltene Exemplare, deren Blätter bunt gefärbt sind, wobei die Hochblätter, also die Blüte immer Weiß ist, bei manchen Sorten sogar ins Grünliche reichen kann. Wird das Scheidenblatt mit einer anderen Blütenfarbe angeboten, handelt es sich sehr wahrscheinlich um gefärbte Blütenblätter.

Sehr gerne wird das Einblatt mit der Flamingoblume verwechselt, die ebenfalls ein Hochblatt mit Blütenkolben aufweist. Die Flamingoblume gibt es aber in vielen verschiedenen Farben. Auch die Calla gehört zu den Blumen, die mit einem Hochblatt eine bezaubernde Blüte bildet.

Der Friedenslilie werden viele positive Eigenschaften zugesagt, was wohl auch daran liegt, dass sie durchaus die Luft in einem Raum verbessern kann.

Welche Arten des Einblatts gibt es?

Als Ursprungsart gilt die Art Spathiphyllum wallisii, mittlerweile gibt es aber mehr als 50 Arten, die uns unseren Alltag verschönern können.

  • Spathiphyllum floribundum – schneeweiße Blüten mit gelblichen Blütenkolben, der Klassiker in den Läden, wird auch häufig als Große Blattfahne verkauft
  • Spathiphyllum laeve – besitzt weiße Blüten, die nach einiger Zeit ins gelbliche oder grünliche übergehen.
  • Spathiphyllum montanum – besitzt eine reinweiße Blüte, wobei das Hochblatt einen grünen Mittelnerv aufweist und später ganz grün wird.
  • Spathiphyllum ortgiesii – besitzt reinweiße Blütenblätter, die Blätter sind einfach dunkelgrün.
  • Spathiphyllum patinii – längliche, schmale Blütenblätter, weiße Blüten mit gelben Blütenkolben.
  • Spathiphyllum silvicola – die Blüte ist hellgrün bis weiß.
  • Spathiphyllum wallisii – größere Art des Einblatts, mit einem Hochblatt, das ins Grüne geht; wächst buschiger als andere Sorten, kann durchaus 1,50 m breit werden und 80 cm hoch; wird auch gerne für Terrarien genutzt.
  • Spathiphyllum wendlandii – besitzt weiße Blütenblätter und einen weißen Blütenkolben
  • Spathiphyllum Sweet Paco – mit einem leichten Duft nach Vanille, weiße Hochblätter mit weißem Blütenkolben; es gibt noch weitere „Sweet“-Arten wie Sweet Chico, Sweet Benito, Sweet Sebastiano und Sweet Lauretta. Sie duften alle sehr lange.
  • Spathiphyllum Chopin – gehört zu den niedrigeren Sorten und war die Büropflanze des Jahres 2007; die Hochblüte sowie der Blütenkolben sind weiß
  • Spathiphyllum Cosmos – weißes Hochblatt, dass sich grün verfärbt.
  • Spathiphyllum Clevelandii – mit weißer Blüte, deren Spartha 18-20 cm lang werden kann, und gelblichem Blütenkolben.
  • Spathiphyllum Sensation – eine große Pflanze (kann bis zu 1,50 m hoch werden), mit großen Blättern und weißer Blüte.
  • Spathiphyllum wallisii Mauna Loa – blüht sehr lange und sehr reichhaltig, ihr Wuchsform ist sehr kompakt und sie soll die Luft vor „Benzol, Formaldehyd, Trichlorethen, Xylolen, Toluol und Ammoniak“ reinigen (siehe Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Spathiphyllum#Gesundheit)
  • Spathiphyllum floribundum Yess – besitzt weiße Blüten, wächst kompakt bei einer Höhe von 30-60 cm.
  • Spathiphyllum floribundum Silver Cupido® – weiße Blüten mit weißen Blütenkolben, die Blätter sind lang und spitz zulaufend.
  • Spathiphyllum wallisii ‚Bingo Cupido‘ – weiße ovale Blüten mit einem weißen Blütenkolben, satte grüne Blätter mit auffälligen Blattadern.
  • Spathiphyllum Pearl Cupido – schmale weiße Hochblätter mit weißem Blütenkolben.
  • Von den „Cupido“-Arten gibt es noch Coco Cupido, Compact Cupido, Cosmic Cupido und Romeo Cupido.

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Pflegehinweise für die Spathiphyllum

  • Das Einblatt bevorzugt einen hellen Standort, aber die grelle Sonne sollte vermieden werden. Optimal sind Temperaturen von 18-22 °C.
  • Am besten wird die Spathiphyllum mit lauwarmem Wasser 2 Mal in der Woche gegossen, denn der Wurzelballen sollte nicht austrocknen. Wenn sie schlapp macht, also die Blätter hängen, ist das ein Hinweis darauf, dass das Einblatt Wasser benötigt. Optimal ist natürlich hierfür Regenwasser
  • Bekommt das Einblatt braune Blüten, ist das nur ein Hinweis darauf, dass die Blütezeit vorbei ist. Verblühte und abgestorbene Blütenstände am Scheidenblatt sollten entfernt werden, was nicht nur der Schönheit dienlich ist.
  • Tauchen gelbe Blätter am Scheidenblatt auf, so ist das ein Hinweis darauf, dass ein Pflegefehler (zu trocken, zu nass, zu warm, zu kalt, zu hell, zu dunkel…) vorliegt oder auch dass Schädlinge sich an ihr zu schaffen machen.
  • Ebenfalls regelmäßig möchte die Friedenslilie gedüngt werden, hierfür kann man durchaus Kaffeesatz verwenden. Am besten alle 14 Tage düngen, außer in der Winterruhe, dann reicht auch alle 4 Wochen.
  • Gerade im Winter sollte das Scheidenblatt regelmäßig mit lauwarmem Wasser besprüht werden. Dies beugt Ungeziefer wie Spinnmilben vor, fördert eine gewünscht hohe Luftfeuchtigkeit, die wiederum wichtig ist, damit die Blattspitzen nicht braun werden. In den warmen Sommermonaten kann sie auch dem Regen ausgesetzt werden.
  • Wenn die Friedenslilie nicht blühen möchte, dann eine Zeitlang weniger gießen oder auch einen anderen Standort wählen. Wenn neue Blätter gebildet werden, ist dies auch ein Anzeichen dafür, dass sich neue Blüten bilden werden.
  • Im Sommer darf das Einblatt ruhig auf die Terrasse, den Balkon oder sogar in den Garten, wobei auch wieder auf grelles, direktes Sonnenlicht verzichtet werden soll.
  • Möchte man eine regelmäßige Blüte jedes Jahr bei der Spathiphyllum genießen können, braucht die Pflanze eine Winterruhe. Dafür darf sie an einen hellen Ort bei ca. 15 °C für 6-8 Wochen ruhen.
  • Bekommt die Friedenslilie Flecken an den Blättern, so hat sie entweder einen Sonnenbrand oder auch einen Kälteschaden erlitten.
  • Wer keine Lust hat, seine Friedenslilie in Erde zu stecken, kann die Zimmerpflanze auch in Hydrokultur setzen.
  • Umgepflanzt wird die Spathiphyllum alle 1-2 Jahre, wobei die alte Erde entfernt wird. Optimalerweise ist der neue Topf auch ca. 15-20 % größer als der Alte. Als Erde eignet sich Anthuriumerde oder eben die Hydrokultur.

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Im Feng Shui ist das Einblatt sehr beliebt, da es diese luftreinigende Wirkung hat. (Wenn Du Dich für Pflanzen im Feng Shui interessierst, findest Du auf Fengshuiraum.ch auch eine Pflanzendoku für Zimmerpflanzen.)

Durch die luftreinigende Wirkung wird das Scheidenblatt auch gerne im Schlafzimmer eingesetzt. Auch in ihrer Bedeutung wird der Friedenslilie nachgesagt, dass sie positive Energie ausstrahlt und Entspannung und Ruhe von ihr ausgehen soll.

Das Einblatt ist giftig, und dies sowohl für Menschen, Kinder als auch für Katze, Hund etc. Dabei geht es nicht nur um das eventuelle „Essen, Verschlucken“, sondern es kann durch den Pflanzensaft durchaus auch zu Hautreizungen führen.

 

Quelle: Pflanzenfreude.de, gartenbista.de, plantopedia.de, spatcupido.nl
Bildquelle: Pflanzenfreude.de

~Dieser Artikel ist Teil der Serie Zimmerpflanzen des Monats. Weitere Artikel der Serie findest Du unter diesem Link

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