Stoffkunde: Plissee

Stoffkunde: Plissee

Plissee (Französisch plissé: gefaltet) bezeichnet eine flache Textilie mit künstlichen Falten. Aufgrund der aufwendigen Herstellung und des hohen Stoffverbrauchs waren Plissees einst höheren Schichten vorbehalten, die Industrialisierung ermöglichte jedoch eine schnellere und kostengünstigere Fabrikation.
Man kann zwischen vier verschiedenen Plissee-Arten unterscheiden:

  • Gewebtes Plissee,
  • Wirkplissee,
  • Strickplissee und
  • Plissees, die durch chemisch-technisches Plissieren entstehen.

Durch diese Anfertigungsarten entstehen unterschiedliche Plisseefalten, beispielsweise die Liegeplisseefalten, welche in eine Richtung gepresst werden, die zweiseitig gegeneinander verlaufenden Tollplisseefalten, die zieharmonikaartig verlaufenden Stehplissees sowie das bekannte Sonnenplissee, bei denen die strahlenförmigen und rundumlaufenden Stehplisseefalten vom Bund bis zum Saum breiter werden.

Plissees werden hauptsächlich für Bekleidung verwendet. Im Mittelalter fanden sie sich beispielsweise an den Stehkrägen Adeliger, heutzutage kennt man sie von Röcken, Kleidern und Fächern, jedoch gibt es sie z.B. auch an Fensterrollos.

Text: Fashionpress.de

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